Diese Seite hat kein Cookie-Banner
Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil es nichts einzuwilligen gibt. Warum das geht und für wen es sich lohnt.
Sie haben beim Aufruf dieser Seite kein Fenster wegklicken müssen. Keine Auswahl zwischen “Alle akzeptieren” und einem grau hinterlegten “Nur notwendige”, kein zweiter Dialog mit 340 Partnern, die ein berechtigtes Interesse geltend machen.
Das ist kein Versehen. Diese Website setzt keine Cookies, weil sie keine braucht.
Was hier anders läuft
Die meisten Firmenwebsites laufen auf einem System, das bei jedem Besuch neu arbeitet: Der Server fragt eine Datenbank ab, setzt daraus die Seite zusammen und schickt sie los. Damit das funktioniert, braucht es eine Datenbank, ein Anmeldeformular für die Verwaltung und meist ein Dutzend Erweiterungen.
Diese Seite funktioniert anders. Sie wurde einmal fertig erzeugt und liegt als fertige Datei auf dem Server – wie ein Prospekt im Regal, den man nur herausnehmen muss. Wenn ich einen Beitrag schreibe, wird die Seite auf meinem Rechner neu gebaut und die fertigen Dateien werden hochgeladen. Auf dem Server selbst läuft nichts als ein Webserver, der Dateien ausliefert.
Was dadurch wegfällt
Das Cookie-Banner. Eine Einwilligung ist nötig, wenn etwas auf Ihrem Gerät gespeichert oder ausgelesen wird. Hier passiert weder das eine noch das andere: kein Analytics, kein Werbepixel, keine eingebettete Karte, keine Schriftarten von einem fremden Server. Ohne Zugriff auf Ihr Gerät gibt es nichts, dem Sie zustimmen könnten.
Die Angriffsfläche. Im Juli hat das BSI vor einer WordPress-Lücke gewarnt, über die sich Seiten ohne jede Anmeldung übernehmen ließen. Millionen Installationen waren betroffen. Eine statische Seite hat diese Lückenklasse nicht – es gibt keine Datenbankabfrage, die man manipulieren, und kein Anmeldeformular, das man umgehen könnte.
Der Wartungsaufwand. Keine monatlichen Plugin-Updates, kein Kompatibilitätstest nach jedem Versionssprung, keine Nacht, in der eine kritische Lücke sofort geschlossen werden muss.
Die Ladezeit. Es gibt nichts zu berechnen. Der Server schickt eine Datei, fertig.
Warum das so wenige machen
Nicht weil es schwierig wäre. Sondern weil die Anreize anders liegen.
Systeme wie WordPress haben sich durchgesetzt, weil man Inhalte im Browser bearbeiten kann. Das ist ein echter Vorteil für Betriebe, in denen mehrere Personen regelmäßig Texte einpflegen. Was dabei mitkommt – Datenbank, Anmeldeformular im Netz, Erweiterungen von Dritten – sieht der Betreiber nie, solange alles läuft.
Dazu kommt: An einer Seite, die nichts kostet und nichts kaputtgeht, verdient niemand einen Wartungsvertrag. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Beobachtung darüber, welche Lösungen empfohlen werden.
Und Tracking wird meist nicht entschieden, sondern übernommen. Analytics, Schriften von Google, eine eingebettete Karte – das steht in jeder Anleitung. Das Cookie-Banner ist dann die Folge, und irgendwann hält man es für unvermeidlich.
Für wen es nichts ist
Ehrlichkeitshalber: Wenn in Ihrem Betrieb mehrere Personen täglich Inhalte ändern, Termine einpflegen oder einen Shop betreiben, ist eine statische Seite die falsche Wahl. Dafür gibt es Systeme, die genau das können – und die man dann eben pflegen muss.
Wenn Ihre Website aber im Kern aus Leistungen, Kontaktdaten und gelegentlichen Neuigkeiten besteht, wie bei den allermeisten Handwerks-, Beratungs- und Dienstleistungsbetrieben, dann tragen Sie mit einem vollwertigen Redaktionssystem eine Last, von der Sie nichts haben.
Was es kostet
Im Betrieb fast nichts. Ein kleiner Server oder ein einfaches Hosting-Paket reicht, ein Wartungsvertrag ist nicht nötig, weil es nichts zu warten gibt. Der Aufwand liegt in der Erstellung, und danach in dem, was Sie tatsächlich verändern wollen.
Das ist der Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe, obwohl er mir laufende Einnahmen kostet: Eine Lösung, die Sie nicht dauerhaft an mich bindet, ist für Sie die bessere.
Wenn Sie das für Ihren Betrieb prüfen wollen
Schauen Sie zuerst nach, was Ihre bestehende Seite tatsächlich tut. Ein Blick in den Cookie-Dialog verrät meist mehr, als dem Betreiber bewusst ist – viele finden dort Dienste, von denen sie nie gehört haben.
Wenn Sie darüber reden wollen, ob Ihre Website ohne all das auskäme: melden Sie sich. Das Gespräch kostet nichts, und wenn die Antwort lautet, dass Ihr System das richtige ist, sage ich Ihnen das auch.